{"id":664,"date":"2013-03-10T16:28:31","date_gmt":"2013-03-10T16:28:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.galuchat.ch\/fr\/?page_id=664"},"modified":"2013-03-14T12:40:05","modified_gmt":"2013-03-14T12:40:05","slug":"cites-konferenz-tagebuch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.galuchat.ch\/fr\/?page_id=664","title":{"rendered":"CITES-Konferenz: Tagebuch"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-671\" title=\"Bangkok_Monica\" src=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/fr\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Bangkok_Monica.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"230\" \/><br \/>\n3. M\u00e4rz 2013<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Er\u00f6ffnung mit sch\u00f6nen Worten \u2013 hoffentlich keine leeren!<\/strong><\/span><\/p>\n<p>An der diesj\u00e4hrigen CITES-Konferenz feiert das internationale   Abkommen seinen 40. Geburtstag. Achim Steiner, Leiter des UN   Umweltprogramms UNEP, zeigte sich besorgt, dass, obwohl CITES bereits   5&#8217;500 Tiere und 28&#8217;000 Pflanzenarten auff\u00fchrt, die Artenschutzprobleme   weiterbestehen und noch schlimmer werden. Auch die Premierministerin von   Thailand, Yingluck Shinawatra, zeigte sich besorgt, besonders wegen  der  schweren Wilderei von Elefanten. Sie meinte jedoch, dass Thailand  nur  ein Transitland sei, obwohl Elfenbeinschnitzereien auch hier auf  den  M\u00e4rkten zu kaufen sind.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>6. M\u00e4rz 2013<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Keine Transparenz \u2013 stossend f\u00fcr eine internationale Konvention!<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Seit \u00fcber 10 Jahren wird von den grossen Handelsnationen wie Japan   und China nach geheimen Abstimmungen verlangt. Die gestrige Diskussion   wurde nach zwei Stunden abgebrochen und heute neu aufgenommen. Nach   f\u00fcnfst\u00fcndiger Diskussion resultierte, dass der Modus der geheimen   Abstimmung beim Status quo bleiben soll. Die Diskussion drehte sich \u00fcber   die n\u00f6tigen Stimmen, welche f\u00fcr das Eintreten auf eine geheime   Abstimmung n\u00f6tig w\u00e4ren. Der Entscheid fiel gegen Transparenz f\u00fcr das   Weiterbestehen der M\u00f6glichkeit von geheimen Abstimmungen aus. Einige   L\u00e4nder wie die EU und Mexiko haben sich heftig f\u00fcr mehr Transparenz   eingesetzt und werden, trotz dieses Entscheides, jeweils ihre Stimmen   offenlegen.<\/p>\n<p>Mit geheimen Abstimmungen geht nicht nur viel Zeit verloren, welche   f\u00fcr wichtige Diskussionen \u00fcber das Weiterbestehen von Tieren und   Pflanzen genutzt werden k\u00f6nnte, sondern die Glaubw\u00fcrdigkeit und   Integrit\u00e4t eines Abkommens wird unterwandert und sollte kategorisch   abgelehnt werden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Der Handel mit H\u00e4uten der s\u00fcdostasiatischen Pythons<\/strong><\/span><br \/>\nIn einer Nebenveranstaltung der Konferenz wurde eine Untersuchung von   Boa &#038; Python Specialist Group von CITES, Traffic und International   Trade Centre ITC zum Handel mit den enigmatischen Asiatischen Pythons   vorgestellt. Diese Tiere sind schon seit \u00fcber 50 Jahren im Handel und   j\u00e4hrlich werden \u00fcber eine halbe Million get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Der Grossteil der Tiere wird vor allem nach Europa exportiert und zu   Luxusprodukten verarbeitet. Die Schweiz allein importiert j\u00e4hrlich eine   Million Uhrenarmb\u00e4nder aus Reptilleder und 50\u2019000 Produkte aus   Pythonleder, zum gr\u00f6ssten Teil von wild gefangenen Tieren.<\/p>\n<p>Die f\u00fcnf meist wild gefangenen Arten stammen aus Indonesien und   Malaysia sowie vermehrt aus Vietnam und Laos. Seit kurzem soll es   angeblich in den letztgenannten zwei L\u00e4ndern Zuchtstationen geben. Den   Wissenschaftern dieser Untersuchung wurde der Zugang jedoch immer   verwehrt, was die Existenz dieser Stationen in Frage stellt.<\/p>\n<p>Aufgrund von Schlupfl\u00f6chern beim legalen Handel mit Pythonh\u00e4uten   liegt im Moment ein Importverbot der EU f\u00fcr Produkte aus Malaysia vor.   Deshalb nehmen die H\u00e4ute h\u00e4ufig ihren Weg \u00fcber Singapur nach Europa.   Produkte aus Indonesien waren in der Schweiz in die Schlagzeilen   geraten, weil sie mit gef\u00e4lschten CITES-Papieren auf den Markt kamen.   Eine Motion der St\u00e4nder\u00e4tin der Gr\u00fcnen Bern, Franziska Teuscher, zu   einem Importverbot f\u00fcr Reptilienleder aus Indonesien, wurde in der   kleinen Kammer abgelehnt.<\/p>\n<p>Nebst der Fragw\u00fcrdigkeit der Zuchtstationen von Vietnam, ist auch   ihre \u00e4usserst grausame T\u00f6tungsmethode ein Thema: Den Tieren wird der   Anus und das Maul zugeschn\u00fcrt und sie werden mit Gas aufgepumpt. Es   dauert 15 Minuten bis die Tiere sterben. Die Wissenschafter meinten, es   sei vielleicht angebracht, die Tiere vorher mit einem Schlag auf den   Kopf zu bet\u00e4uben. \u2013 Solche Methoden sind grunds\u00e4tzlich zu verbieten! In   den anderen L\u00e4ndern wird den Tieren der Sch\u00e4del eingeschlagen, der Kopf   abgehackt oder sie werden erstickt. Zu diesem Thema hat die Schweiz   innerhalb von CITES ein Expertenpanel gebildet, das Empfehlungen f\u00fcr   eine tiergerechte Schlachtung von Reptilien erarbeitet.<\/p>\n<p>Aber schliesslich sind es die Endverbraucher, die mit dem Kauf von   Luxusprodukten aus Pythonleder diesen brutalen Handel ankurbeln. F\u00fcr die   lokale Bev\u00f6lkerung, die mit 2 US$ auskommen muss, ist es   verst\u00e4ndlicherweise lukrativ eine Python f\u00fcr 100 US$ zu verkaufen.   Wurden die Python w\u00e4hrend der Arbeit draussen opportunistisch gefangen,   werden sie nun mehr und mehr gezielt gejagt (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.sf.tv\/Nachrichten\/Archiv\/2010\/10\/06\/Schweiz\/Schockierende-Bilder-Schlangen-leiden-fuer-die-Luxusbranche\" target=\"_blank\">Reportage der Rundschau vom 6. Oktober 2010<\/a>).<\/p>\n<p>Die Untersuchung zeigt vier Wege des illegalen Handels von Pythonh\u00e4ute auf:<\/p>\n<ul>\n<li>\u00dcber die Drehscheibe Singapur nach Europa<\/li>\n<li>Grosse Vorr\u00e4te an Pythonh\u00e4uten, die den Handel mit diesen H\u00e4uten undurchsichtig machen<\/li>\n<li>Die H\u00e4ute werden zusammen mit anderen Produkten geschmuggelt oder   werden ganz H\u00e4ute deklariert, wenn es sich in Wahrheit um halbe handelt.<\/li>\n<li>Die H\u00e4ute werden als \u201epre-convention\u201c, also als alte H\u00e4ute   deklariert, die vor der Konvention 1973 erworben wurden, wenn es   tats\u00e4chlich frische H\u00e4ute sind.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Pythons haben zwar eine hohe Reproduktionsrate, sie sind fr\u00fch   geschlechtsreif, wachsen schnell, haben viele Nachkommen und geh\u00f6ren zu   den am weitesten verbreiteten Schlangenarten der Welt. Ob deshalb   Fangmengen die Art nicht sch\u00e4digen, sei dahin gestellt. Einen grossen   Einfluss haben sie auf jeden Fall. In Sumatra, zum Beispiel, werden   verh\u00e4ltnism\u00e4ssig viel mehr nicht geschlechtsreife weibliche Netz-Pythons   (die gr\u00f6sste Schlagen der Erde) gefangen. Diese Schlangen haben sich   nie vermehrt und konnten somit nicht zum Fortbestehen der Art   beisteuern. &#8211; Dies kann nicht nachhaltig sein. CITES verlangt, dass die   Art in ihrem nat\u00fcrlichen Lebensraum in so hoher Zahl vorhanden sein   muss, dass sie ihre \u00f6kologische Rolle spielen kann. Wie lange noch?<\/p>\n<p>Es ist also von grosser Dringlichkeit, dass die Endverbraucher, sich   der Probleme bewusst werden und aufh\u00f6ren, solche Luxus-Produkte zu   kaufen. An den Beh\u00f6rden ist es, aufzuzeigen, wer wirklich von diesem   lukrativen Markt profitiert \u2013 es ist nicht die lokale Bev\u00f6lkerung \u2013 und   die legalen und illegalen Geldfl\u00fcsse zu untersuchen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Haie und Mantarochen<\/strong><\/span><br \/>\nEine weitere Nebenveranstaltung zeigte auf, wie einfach es ist,   getrocknete Haiflossen und Mantarochen-Kiemenplatten zu bestimmen. Der   Aspekt der schwierigen Bestimmung f\u00fcr die Beamten am Zoll wird h\u00e4ufig   als Argument gegen eine Listung von Arten verwendet.<\/p>\n<p>Der Heringshai hat eine R\u00fcckenflosse mit einem hellen Anhang (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/en\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Fin_Porbeagle_Heringshai_170px.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>) , der Weisspitzen-Hochseehai hat eine breite, oben abgerundete und weisse Flosse (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/en\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Fin_Oceanic_Whitetip_Weissspitzen_Hochseehai_140px.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>) und die Flossen der drei Hammerhaie sind l\u00e4ngliche, schlanke Flossen (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/en\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Fin_Hammerhead_Hammerhai_170px.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>).   Mantarochen haben f\u00fcnf Reihen von Kiemenplatten, die bei erwachsenen   Tieren gr\u00f6sser sind als 30 cm, dunkel und mit glattem Rand (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/en\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Gil_Manta_130px.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>) und einfach von denen der Mobularochen zu unterscheiden sind, welche innen hell sind und\/oder einen gezackten Rand haben (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/en\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Gil_Mobula_80px.jpg\" target=\"_blank\">Foto)<\/a> . Mobularochen sind viel kleinere Tiere und haben eine andere Kopfform.<\/p>\n<p>Einw\u00e4nde des gr\u00f6ssten Verbrauchers, China, es g\u00e4be zu wenige   wissenschaftliche Daten \u00fcber die Verbreitung von Hammerhaien, wurde mit   19 wissenschaftlichen Untersuchungen entgegnet.<\/p>\n<p>Zudem erkl\u00e4rte Brasilien, eines der L\u00e4nder, die den Antrag   eingebracht haben, dass es sich nicht um ein Handelsverbot handelt,   sondern darum, Handelszahlen zu erfassen, damit man mehr \u00fcber diese   Arten erf\u00e4hrt. H\u00e4ufig wird auch argumentiert, dass zu wenig Wissen   vorhanden ist, um zu entscheiden. Genau da beisst sich die Schlange in   den Schwanz: entweder sammelt man Daten, um Entscheiden zu k\u00f6nnen, oder   man hat zu wenige Daten und ist aus diesem Grund gegen eine Listung!<\/p>\n<p>Zu all dem werden alle Antr\u00e4ge auch von der FAO (Food and Agriculture   Organization) unterst\u00fctzt sowie von CITES, die nach Rio +20 nun  endlich  auch die marine Biodiversit\u00e4t beginnt unter die Lupe zu nehmen.<\/p>\n<p><strong>7. M\u00e4rz 2013<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag von den USA, den Eisb\u00e4r (<em>Ursus maritimus<\/em>) auf Anhang I<\/strong><\/span> der Konvention zu stellen, um den zunehmenden internationalen Handel zu   unterbinden, wurde in der ersten Runde der Verhandlungen verworfen.   Emotionsgeladene Beitr\u00e4ge durch Inuits in Robbenfellgilets,   hinterliessen den Eindruck, dass sie bei einem internationalen   Handelsverbot keine Eisb\u00e4ren mehr jagen d\u00fcrften. Fakt ist, dass eine   Listung auf Anhang I zwar den internationalen, kommerziellen Handel   verbieten w\u00fcrde, die Jagd der Inuits zur Selbstversorgung w\u00e4re aber auf   keine Weise beeintr\u00e4chtigt. Gleichwenig w\u00fcrde eine nachhaltige   Troph\u00e4enjagd f\u00fcr Kanadier oder ausl\u00e4ndische Touristen unterbunden.<\/p>\n<p>Auch wenn es wahr ist, dass mit der Klimaver\u00e4nderung und dem R\u00fcckgang   des arktischen Eises der Eisb\u00e4r prim\u00e4re seinen Lebensraum verliert,  ist  die Jagd eine Bedrohung, die sofort gestoppt werden k\u00f6nnte. W\u00e4hrend  der  letzten zwei Tage der Konferenz haben die Mitgliedstaaten die   M\u00f6glichkeit, Antr\u00e4ge wieder f\u00fcr Diskussionen zu er\u00f6ffnen und es kommt   vor, dass man einen Entscheid \u00fcberdenkt. Es bleibt also die Hoffnung,   dass dies hier der Fall sein wird.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag von Ecuador zum Vikunja <\/strong><\/span> (<em>Vicugna vicugna<\/em>)<strong>. <\/strong>Das<strong> Vikunja<\/strong> ist die kleinste Art der Kamelfamilie und lebt in den Anden. Sie   gleicht dem Guanako und kommt in Argentinien, Bolivien, Chile und Peru   vor. Nachdem die Art \u00fcber Jahrzehnte gewildert worden war, konnte sie   sich durch die Listung in Anhang I erholen. Dies gilt auch f\u00fcr   Populationen in Ecuador, wo die Art 1984 wieder eingef\u00fchrt wurde und   heute 4800 Tiere z\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Die Art wurde nun in Ecuador von Anhang I auf Anhang II verschoben,   damit die lokale Bev\u00f6lkerung einen Handel aus Wollprodukten starten   kann. Dabei werden die Tiere gefangen und geschoren.<\/p>\n<p>Dies wird heute in Bolivien bereits getan, wo die Populationen jedoch   rund 300&#8217;000 Tiere z\u00e4hlen. Probleme f\u00fcr die Art entstehen, weil wilde   Tiere wie domestizierte behandelt werden. Die Herden werden empfindlich   gest\u00f6rt, M\u00fctter von ihren Jungen getrennt und es kommt sogar zu   Fehlgeburten. Ein weiteres potentielles Problem ist die   Krankheits\u00fcbertragung durch Haustiere.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen einer solchen Handhabung von wilden Tieren, f\u00fcr eine so kleine Population, sind um so strenger zu untersuchen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag von<\/strong> <strong>Benin, Senegal und Sierra Leone zum<\/strong> <\/span><strong><span style=\"color: #ffff99;\">Afrikanischen Manatis<\/span> <\/strong><em>(Trichechus senegalensis).<\/em> Der Antrag den Afrikanischen Manatis von Anhang II auf Anhang I zu   transferieren, um den Handel zu verbieten, wird von fast allen 21   Anrainerstaaten unterst\u00fctzt. Der Druck auf die Art und der   internationale Handel haben zugenommen, was f\u00fcr ein Tier, das sich   langsam fortpflanzt verheerend sein kann (Geschlechtsreife zwischen 4   und 5 Jahren und eine Tragzeit von 12 bis 14 Monaten).<\/p>\n<p>Rund 4600 US$ werden pro Tier bezahlt, was die Jagd in diesen armen   L\u00e4ndern ankurbelt. Es gibt weniger als 10&#8217;000 Tiere und in den Regionen,   wo gehandelt wird, nimmt die Zahl ab. Weiter f\u00fchren wissenschaftliche   Untersuchungen auf, dass der Afrikanische Manatis den Kriterien f\u00fcr  eine  Listung in Anhang I entspricht (zum Beispiel kleine Population,   projizierte Abnahme von mehr als 30 % w\u00e4hrend der n\u00e4chsten 3   Generationen und Verschlechterung des Lebensraums durch das   Bev\u00f6lkerungswachstum). Die Preise auf dem Markt nehmen zu, weil die Art   seltener wird. Die Armut und damit das Fehlen von griffigen   Kontrollmassnahmen treiben das Tier in die Ausrottung. Der Fang von   lebenden Tieren, obwohl dies durch nationale Gesetze verboten ist,   findet statt. So gingen zum Beispiel 2004 3 Tiere von der Elfenbeink\u00fcste   nach Taiwan und 2010 4 Tiere von Kamerun nach China in Zoos.<\/p>\n<p>Eine Anhang I-Listung wird das Auftreiben von Finanzen f\u00fcr eine   Umsetzung von nationalen sowie regionalen Kontrollen f\u00f6rdern (zum   Beispiel mit h\u00f6heren Strafen f\u00fcr illegalen Handel).<\/p>\n<p>Die offizielle Schweiz teilte vor der Sitzung mit, diesen Antrag   nicht zu unterst\u00fctzen, weil das Problem nicht der internationale Handel   sei, sondern die Armut der Menschen, welche bestehende nationale  Gesetze  nicht umsetzten.<\/p>\n<p>Aufgrund der grossen Unterst\u00fctzung der Anrainerstaaten und den   offensichtlichen Problemen, wurde der Antrag mit vielen unterst\u00fctzenden   Beitr\u00e4gen und mit Konsens angenommen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>8. M\u00e4rz 2013<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Feilschen um bedrohte Tiere und Pflanzen ist in vollem Gange<\/strong><\/span><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Heute geht die erste Woche der CITES-Konferenz zu Ende. \u00dcber einige   der 70 Antr\u00e4ge von 55 L\u00e4ndern zu 320 Tier- und Pflanzenarten, welche   durch den internationalen Handel bedroht werden, wurde bereits heftig   diskutiert.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag von Kolumbien zum Spitzkrokodil<\/strong><\/span> (<em>Crocodylus porosus<\/em>)<br \/>\nKolumbien wollte die Population des Spitzkrokodils in der Baja de   Cispata von Anhang I auf Anhang II verschieben. Ziel des Antrags war es,   diese Art zu z\u00fcchten, um sie wieder frei zu lassen und wenn   \u00fcbersch\u00fcssige Eier angefallen w\u00e4ren, diese aufzuziehen, um in Zukunft   einen internationalen Handel zu erm\u00f6glichen. Dies h\u00e4tte der   einheimischen Bev\u00f6lkerung ein Einkommen bringen sollen.<\/p>\n<p>Die Art ist zwar weit verbreitet, die hier betroffene Population   jedoch klein und nur in einer kleinen Region vorkommend, weshalb sie   sehr empfindlich ist. Dies entspricht der Definition f\u00fcr eine Anhang   I-Listung, so dass eine \u201eR\u00fccklistung\u201c nicht richtig gewesen w\u00e4re. Die   Art gilt als verletzlich und erholt sich nur langsam von der \u00dcbernutzung   f\u00fcr den internationalen Handel von Luxusprodukten wie Taschen.<\/p>\n<p>Die EU und auch die offizielle Schweiz anerkennen die grosse Leistung   von Kolumbien f\u00fcr die Art, k\u00f6nnen aber aus den genannten Gr\u00fcnden den   Antrag nicht unterst\u00fctzen. Dass eine Population einer Art in einer   Region st\u00e4rker gesch\u00fctzt ist als in einer anderen (sogenanntes   \u201esplit-listing\u201c), um sie in Zukunft kommerziell zu nutzen, geht gegen   die Regeln von CITES (Vorsorgeprinzip). Mexiko f\u00fchrte zudem an, dass bei   einer solchen \u201esplit-listing\u201c der finanzielle Aufwand f\u00fcr Kontrollen   gr\u00f6sser sei.<\/p>\n<p>Die einheimische Bev\u00f6lkerung sollte mit Hilfe dieser seltenen Art ein   \u00d6kotourismus-Projekt aufbauen. Es hat sich in vielen Gebieten der Erde   gezeigt, dass das viel eintr\u00e4glicher ist, als die kommerzielle Nutzung   durch T\u00f6tung. Das Geld geht direkt an die einheimische Bev\u00f6lkerung und   nicht an die Zwischenh\u00e4ndler und an die grossen Luxusindustrien, wie   dies beim Verkauf der H\u00e4ute der Fall w\u00e4re.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag von Thailand zum Siam-Krokodil <\/strong><\/span>(<em>Crocodylus siamensis<\/em>)<br \/>\nDas Gastgeberland Thailand wollte das Siam-Krokodil von Anhang I auf   Anhang II verschieben mit einer Nullquote f\u00fcr wilde Siam-Krokodile.   Bereits Ende der 1930er Jahre wurden Zuchtstationen eingerichtet und   heute leben dort rund 600&#8217;000 Krokodile. Sie wurden auch in   Schutzgebieten ausgewildert, wo es heute rund 200 Tiere gibt.<\/p>\n<p>In ihrem Verbreitungsgebiet wurde die Art so stark gejagt und ihr   Lebensraum zerst\u00f6rt, dass sie Anzahl drastisch abnahm. Einige   Zuchtstationen sind bei CITES registriert, eine Listung auf Anhang II   w\u00fcrde es jedoch auch unregistrierten erm\u00f6glichen, ohne Vorgaben von   CITES zu handeln.<\/p>\n<p>Die offizielle Schweiz begr\u00fcsste zwar die Bem\u00fchungen von Thailand,   unterst\u00fctzen diesen aber Antrag nicht, weil das Ziel von CITES sein   sollte, eine wilde Population wieder in der Wildnis zu etablieren und   nicht in Zuchtstationen.<\/p>\n<p>Die EU unterstreicht, dass die Art auf der Roten Liste als kritisch   gef\u00e4hrdet gilt (die n\u00e4chst h\u00f6here Stufe ist \u201evom Aussterben bedroht\u201c)   und der IUCN Specialist Group diesen Antrag nicht unterst\u00fctzte.<\/p>\n<p>Der Antrag wurde nicht angenommen, die Tiere bleiben gesch\u00fctzt. \u2013 In   der Presse hat Thailand bereits angek\u00fcndigt, den Antrag in der   Plenarsitzung wieder einzubringen, um den Entscheid zu \u00fcberdenken.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag von Thailand zum Leistenkrokodil<\/strong> <\/span><em>(Crocodylus porosus)<\/em><br \/>\nAuch das Leistenkrokodil, von dem ebenfalls nur etwa 200 Tiere in der   Wildnis vorkommen, wollte Thailand von Anhang I auf II verschieben (mit   einer Nullquote f\u00fcr den Export von wilden Tieren zu kommerziellen   Zwecken). Die meisten wilden Leistenkrokodile kommen in einer sehr   kleinen Population in Schutzgebieten vor. \u00dcber 60&#8217;000 Tiere werden in   836 Zuchtstationen gehalten, wobei nur 13 unter CITES registriert sind.   Auch hier ist das Problem, dass mit einer Anhang II-Listung auch von  den  nicht registrierten Zuchtstationen h\u00e4tten H\u00e4ute international  verkauft  werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Der Antrag wurde nicht angenommen, die Tiere bleiben gesch\u00fctzt. \u2013 In   der Presse hat Thailand bereits angek\u00fcndigt, den Antrag in der   Plenarsitzung wieder einzubringen, um den Entscheid zu \u00fcberdenken.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ffff99;\">Antrag von Neuseeland zu Gr\u00fcnen Baumgeckos (Gr\u00fcngeckos)<\/span> <\/strong>(<em>Naultinus spp.<\/em>)<br \/>\nNeuseeland versucht den Handel mit allen 9 Arten der Gr\u00fcnen Baumgeckos   zu kontrollieren und wollte diese Artengruppe deshalb auf Anhang II   stellen. Die Zahl der Tiere nimmt stark ab (\u00fcber 10 % ab drei   Generationen gerechnet); eine Art hat in den letzten 14 Jahre zu bis zu   95 % abgenommen und gilt als vom Aussterben bedroht. Das   Verbreitungsgebiet ist klein und stark zerst\u00fcckelt ohne M\u00f6glichkeit von   Verschiebungen zwischen den Populationen. Diese Arten bringen lebende   Junge zur Welt und sind in Neuseeland endemisch.<\/p>\n<p>Die Art ist in Neuseeland gesch\u00fctzt (Listung auf Anhang III), sie   wird jedoch gewildert und dabei werden vor allem tr\u00e4chtige Weibchen   bevorzugt, was die Art noch st\u00e4rker trifft. Auch wird von den Wilderern   der Lebensraum zerst\u00f6rt und eingef\u00fchrte, nicht einheimische Arten  setzen  ihnen zu.<\/p>\n<p>Die Tiere sind individuell gekennzeichnet (wie unsere   Fingerabdr\u00fccke), so dass sie am Zoll identifiziert werden k\u00f6nnen. Wird   ein Tier von einem Wilderer konfisziert, l\u00e4sst man es in seine   angestammten Lebensraum wieder frei. Auf einschl\u00e4gigen Webseiten taucht   es oft trotzdem wieder zum Verkauf auf.<\/p>\n<p>Pro Wildlife, eine deutsche Artenschutzorganisation, fand auf der   weltgr\u00f6ssten Messe f\u00fcr Terrarientiere \u201eTerraristika\u201c, die gerade in   Deutschland stattfindet, bereits mehrere Tiere, die zum Verkauf   angeboten wurden.<\/p>\n<p>Aufgrund der grossen Unterst\u00fctzung wurde der Antrag mit Konsens angenommen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Reptilienexpterten   aus aller Welt sprechen von der schlimmsten Schildkr\u00f6tenkrise aller   Zeiten. Nur CITES kann jetzt noch die Notbremse ziehen. Deshalb: Ein   grosser Tag f\u00fcr Reptilien!<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ffff99;\">Antrag von China zur Mangshanviper<\/span> <\/strong>(<em>Protobothrops mangsanensis<\/em>)<br \/>\nDie hochgiftige Mangshanviper \u00a0ist nur seit wenigen Jahren bekannt und   kommt mit rund 500 Tieren in zwei kleinen Schutzgebieten S\u00fcdchinas vor.   Bei Reptilienh\u00e4ndlern ist sie hochbegehrt und wird f\u00fcr bis zu 5&#8217;000  Euro  das Paar gehandelt. Es ist erfreulich, dass CITES dem Handel mit  diesem  Tier den Riegel vorgeschoben hat. Annahme in Anhang II (Erfassen  des  Handels).<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag von China, Japan und den USA zu 50 Schildkr\u00f6tenarten aus Asien und den USA<\/strong><\/span><br \/>\nF\u00fcr 50 Schildkr\u00f6tenarten wurde ein strengerer Schutz beschlossen. F\u00fcr 20   besonders bedrohte Arten wurde der internationale Handel vor\u00fcbergehend   gestoppt oder ganz verboten, bei den anderen wird der Handel   kontrolliert.<\/p>\n<p>Viele der asiatischen Schildkr\u00f6ten gelten als vom Aussterben bedroht,   weil sie zu Hunderttausenden eingesammelt und f\u00fcr die Fleischm\u00e4rkte v.   a. in China get\u00f6tet werden. Aber auch die Europ\u00e4er sind am Untergang   dieser Tiere Schuld: Reptilienliebhaber geben f\u00fcr seltene Arten bis zu   10&#8217;000 Euro aus.<\/p>\n<p>Die Schildkr\u00f6tenbest\u00e4nde in den USA nehmen stark ab. Gleichzeitig   nehmen die Exporte zu. Dreimal mehr Tiere als noch vor 10 Jahren werden   nach S\u00fcdostasien auf die Fleischm\u00e4rkte exportiert, um die gepl\u00fcnderten   asiatischen Arten zu ersetzen. Aber auch die Nachfrage auf dem   Heimtiermarkt Europas nimmt zu.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>10. M\u00e4rz 2013<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Chinatown in Bangkok \u2013 Eine Japanerin hatte mir einmal gesagt: \u201eDie Chinesen essen alles, was Bein hat, ausser St\u00fchle.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Kaum setzten wir Fuss in Chinatown, \u00fcberw\u00e4ltigen uns die D\u00fcfte und   die fremden Sprachen. Der L\u00e4rm ist fast ohrenbet\u00e4ubend und die Eindr\u00fccke   dieser f\u00fcr uns fremdartigen Kultur folgen Schlag auf Schlag: Kaum um   die Ecke, wo das Taxi uns abgesetzt hat, reihen sich die   Haifischflossen-Suppen-Restaurants (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/en\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Bangkok_Chinatown.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>). Im einen Schaufenster sind Flossen von Haifischen ausgestellt \u2013 je gr\u00f6sser, um so attraktiver. Hier zwei grosse Flossen des Riesenhais (<em>Cetorhinus maximus)<\/em> (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/en\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Bangkok_Haifisch_Restaurant.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>) \u2013 im anderen Schaufenster bereiten die K\u00f6che die begehrte Suppe vor den Augen der Kundschaft vor.<\/p>\n<p>Aber nicht nur im Restaurant, auch auf der Strasse wird die Suppe angepriesen (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/en\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Bangkok_Haifisch_Strasse.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>). Zusammen mit weiteren exotischen Delikatessen wie Schwalbennest-Suppe (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/en\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Bangkok_Schwalbennest.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>) oder die vielen getrockneten Tieren wie Echsen (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/en\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Bangkok_Echsen.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>), Schlangen (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/en\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Bangkok_Schlangen.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>) und Seepferdchen (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/en\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Bangkok_Seepferdchen.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>).<\/p>\n<p>Seepferdchen stehen bei CITES auf Anhang II. Diese Tiere sollten nur   kontrolliert gehandelt werden. Verdeckte Ermittlungen von 2012 haben   gezeigt, dass 150 Millionen Seepferdchen pro Jahr f\u00fcr die Traditionelle   Chinesische Medizin in China gehandelt werden. Siebenmal mehr als die   offiziellen Zahlen.<\/p>\n<p>Rund 70 L\u00e4nder fangen und verkaufen Seepferdchen. Wurden die Tierchen   fr\u00fcher f\u00fcr gutbetuchte Chinesen zu Pillchen verarbeitet, leisten sich   heute auch Chinesen mit normalen Einkommen solche angebliche Medizin.  In  sch\u00e4tzungsweise 10 bis 20 Jahren werden wilde Best\u00e4nde der \u00fcber 50   Arten von Seepferdchen bis zur Ausrottung gepl\u00fcndert worden sein.   Seepferdchen k\u00f6nnen gez\u00fcchtet werden, aufgrund von schlechter   Wasserqualit\u00e4t und falschem Futter haben sich keine kommerziell   brauchbaren Zuchtstationen in China etabliert.<\/p>\n<p>Wir beenden unseren Ausflug auf dem Flower Market (Blumenmarkt): eine Erholung f\u00fcr alle unsere Sinne \u2013 und unser Herz.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>11. M\u00e4rz 2013<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>F\u00fcnf Hai- und zwei Rochenarten erhalten vielleicht etwas mehr Schutz<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Die Weltgemeinschaft hat erkannt, dass dringend f\u00fcr den Schutz von  Haien und Rochen gehandelt werden muss, sonst ist es bald zu sp\u00e4t. Er  unregulierte Handel mit diesen Haien und Rochen gef\u00e4hrdet nicht nur die  Tier dezimiert und deren \u00d6kosystem, das Meer, sch\u00e4digt, sondern auch die  lokalen Bev\u00f6lkerungen. Der \u00d6kotourismus erzielt sehr viel Geld dank  dieser Arten, welche zu Hunderttausenden Tauchern anzieht. So haben sich  heute sogar regionale und internationale Tauchgemeinschaft f\u00fcr Hai- und  Rochenschutz lautstark gemacht.<\/p>\n<p>Der Heringshai, der Weissspitzen-Hochseehai und drei Arten von  Hammerhaien (Bogenstirn-Hammerhai, Grosser Hammerhai, Glatter Hammerhai)  sowie der Riesen- und der Riff-Mantarochen. Anhang II bedeutet, dass es  f\u00fcr ihren internationalen Handel eine Erlaubnis braucht, um sicher zu  stellen, dass ihr Fang bzw. ihre Exporte nachhaltig und legal sind.  Dabei werden auch wertvolle Handelszahlen erfasst, welche Aussage \u00fcber  die Best\u00e4nde machen.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ffff99;\">Antrag zum Heringshai<\/span> <\/strong><em>(Lamna nasus)<\/em><br \/>\nDer Antrag wurde von Brasilien, Komoren, Kroatien D\u00e4nemark f\u00fcr die EU  und \u00c4gypten unterbreitet. Der Heringshai kommt in k\u00fchlen Gew\u00e4ssern der  Welt vor, wobei er in der n\u00f6rdlichen Hemisph\u00e4re h\u00e4ufiger war als in der  s\u00fcdlichen. Heute gilt er je nach Region als \u201everletzlich\u201c bis \u201evom  Aussterben bedroht\u201c; f\u00fcr letztere Populationen sollten demnach sogar der  Handel verboten werden und die Tiere auf Anhang I gelistet werden.  Nicht nur die Flossen f\u00fcr den asiatischen Markt, sondern auch der Handel  mit seinem Fleisch f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt, treiben die Art in die  Ausrottung.<\/p>\n<p>Der Antrag wurde mit einer Zweidrittelmehrheit angenommen, wobei die  L\u00e4ndern 18 Monate Zeit haben, diesen Entscheid umzusetzen. Auch besteht  noch die Gefahr, dass L\u00e4nder, die gegen die Handelskontrolle waren, wie  China und Japan, eine erneute Abstimmung verlangen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag zum Weissspitzen-Hochseehai<\/strong> <\/span><em>(Charcharinus longimanus)<\/em><br \/>\nBrasilien, die USA und Kolumbien erl\u00e4utern die Probleme f\u00fcr diese Art.  Untersuchungen haben ergeben, dass der Weissspitzen-Hochseehai bald  ausstirbt, wenn er weiterhin in solch grossen Mengen ausgefischt wird.  Vor den Malediven, erz\u00e4hlen \u00f6rtliche Taucher, ist er praktisch  verschwunden. Als neues Mitglied zu CITES, teilt der Delegierte der  Malediven mit, dass sich sein Land f\u00fcr den Erhalt der Arten, prim\u00e4r der  Korallenriffe und der Haie, einsetzen wird.<\/p>\n<p>Der Weissspitzen-Hochseehai wird vor allem als sogenannten Beifang  bei der Langleinen- und Ringwadennetz-Fischerei auf Tun- und  Schwertfische gefangen. Die Konsumenten \u2013 also auch Schweizerinnen und  Schweizer, die Tun- und Schwertfisch essen \u2013 sind am Niedergang dieses  majest\u00e4tischen Tieres mitverantwortlich.<\/p>\n<p>Der Antrag wurde mit einer Zweidrittelmehrheit angenommen, wobei die  L\u00e4ndern 18 Monate Zeit haben, diesen Entscheid umzusetzen. Auch besteht  noch die Gefahr, dass L\u00e4nder, die gegen die Handelskontrolle waren, wie  China und Japan, eine erneute Abstimmung verlangen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag zu drei Hammerhaie: Bogenstirn-Hammerhai <\/strong><\/span><em>(<\/em><em>Sphyrna lewini),<\/em><strong> <span style=\"color: #ffff99;\">Grosser Hammerhai<\/span> <\/strong><em>(<\/em><em>Sphyrna mokarran),<\/em><strong> <span style=\"color: #ffff99;\">Glatter Hammerhai <\/span><\/strong><em>(<\/em><em>Sphyrna zygaena)<\/em><br \/>\nDer Antrag dieser drei Arten wurde von Brasilien, Costa Rica, Honduras,  Kolumbien, Ecuador, D\u00e4nemark f\u00fcr die EU und Mexiko. Die drei Hammerhaie  werden als Beifang oder gezielt gefangen. Ihre Flossen und ihr Fleisch  sind sehr gefragt. Auf dem internationalen Markt besteht eine \u00fcberaus  grosse Nachfrage nach Hammerhaiflossen. Fast 3 Millionen Hammerhaie  werden j\u00e4hrlich wegen ihrer Flosse international gehandelt. Bis zu 60 %  aller Haiflossen landen auf dem Markt von Hong Kong. Costa Rica hat ihn  2012 auf Anhang III gesetzt und somit ein Handelsverbot f\u00fcr die Art  ausgesprochen. Vor dem Weltnaturerbe der Galapagos-Inseln werden diese  Haie wegen ihrer Flossen illegal gefangen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag zu den zwei Mantarochen: Riesen- und Riff-Mantarochen <\/strong><\/span>(<em>Manta birostris und Manta alfredi<\/em>)<br \/>\nBrasilien, Kolumbien und Ecuador erkl\u00e4ren, das die kleinen und stark  zerst\u00fcckelten Populationen der Riesen- und Riff-Mantarochen, die in den  tropischen und subtropischen Gew\u00e4ssern vorkommen, durch \u00dcberfischung  stark gef\u00e4hrdet sind. Ihrer langsamen Fortpflanzung mit wenige  Nachkommen und ihre Langlebigkeit (40 Jahre) setzt die Jagd stark zu.  Die friedfertigen Tiere, die sich von Plankton ern\u00e4hren, haben nebst dem  Menschen praktisch keine nat\u00fcrlichen Feinde. Der Handel mit ihren  Kiemenplatten f\u00fcr den asiatischen Markt, der kaum 10 Jahre alt ist, hat  die Tiere so stark dezimiert, dass sie klar den Richtlinien entsprechen,  auf Anhang II gelistet zu werden.<\/p>\n<p>Der Antrag wurde mit einer Zweidrittelmehrheit angenommen, wobei die  L\u00e4ndern 18 Monate Zeit haben, diesen Entscheid umzusetzen. Auch besteht  noch die Gefahr, dass L\u00e4nder, die gegen die Handelskontrolle waren, wie  China und Japan, eine erneute Abstimmung verlangen.<\/p>\n<p>Die offizielle Schweiz unterst\u00fctzt die Hai- und Mantarochenantr\u00e4ge.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Aussicht:<\/strong><\/span><br \/>\nAm Mittwoch und Donnerstag finden die Plenarsitzungen statt, an denen  die L\u00e4nder die Entscheide \u00fcber die Antr\u00e4ge best\u00e4tigen. In der  japanischen Presse werden Japan und China zitiert, die zumindest die  Haie wieder besprechen wollen. Hier besteht die Gefahr, dass f\u00fcr einige  die Diskussion wieder er\u00f6ffnet wird und es erneut zu einer Abstimmung  kommt. Dies war zum Beispiel an der letzten Konferenz in Doha, Qatar, im  2010 der Fall, als der Schutz des Heringshaies in der Schlussdiskussion  zu Fall gebracht wurde. Seither hat die EU seinen Fang zwar Verboten,  im Mittelmeer kommt er trotzdem praktisch nicht mehr vor.<\/p>\n<p>Wird der kontrollierte Handel mit diesen Haien und Rochen in der  Plenarrunde best\u00e4tigt, haben die L\u00e4nder trotzdem noch 18 Monate Zeit,  diese Kontrollmechanismen umzusetzen. Diese \u00dcbergangszeit wurde  eingebracht, damit sich die grossen Fischereinationen nicht querstellen  und den Entscheid blockieren. Es darf also trotz positivem  CITES-Entscheid noch eineinhalb Jahre gepl\u00fcndert werden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>12. M\u00e4rz 2013<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong> <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Keine Handelskontrollen f\u00fcr S\u00fcsswasser-Stechrochen<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong> <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag zu den S\u00fcsswasser-Stechrochen (<\/strong><strong>Manzanza-Rochen, Pfauenaugen-Stechrochen und Blumenrochen)<\/strong><\/span><br \/>\nIm Gegensatz zu ihren Verwandten, die Mantarochen, welche im Meer leben, kommen die S\u00fcsswasser-Stechrochen Manzanza-Rochen (<em>Paratrygon aiereba<\/em>), Pfauenaugen-Stechrochen (<em>Potamotrygon motoro<\/em>) und Blumenrochen (<em>Potamotrygon schroederi<\/em>)  in den Fl\u00fcssen S\u00fcdamerikas vor. In Kolubien sind die Manzanza-Rochen  als bedroht eingestuft und in Brasilien gilt ein Handelsverbot.<\/p>\n<p>Diese Tiere sind sehr anf\u00e4llig auf eine \u00dcbernutzung, weil sie sich  sehr langsam fortpflanzen: Sie sind erst mit 4 Jahren geschlechtsreif  und bringen nur alle zwei Jahre 1-7 lebende Junge zur Welt. Auch die  Verschlechterung ihres Lebensraumes stellt ein Problem dar.<\/p>\n<p>Allein aus Kolumbien wurden zwischen 1995 und 2012 \u00fcber 500&#8217;000  S\u00fcsswasser-Stechrochen, v. a junge Tiere, international gehandelt.  Einerseits werden die in Brasilien gesch\u00fctzten Manzanza-Rochen prim\u00e4r  nach Thailand, Hong Kong, Korea und Japan geschmuggelt, andererseits  exportiert Brasilien in drei Jahren \u00fcber 36.000 Pfauenaugen-Stechrochen.<\/p>\n<p>In Europa werden die Tiere f\u00fcr bis zu 350 US$ f\u00fcr die Aquarienhaltung  gehandelt. F\u00fcr Privatbesitzer werden sie immer h\u00e4ufiger zum Problem,  weil die Tiere bis zu 25 Jahre alt werden und 20 K\u00f6rpergr\u00f6sse erreichen.  In der Schweiz braucht es deshalb eine Spezialgenehmigung f\u00fcr die  Haltung dieser Tiere.<\/p>\n<p>Mit dem Argument, dass man zu wenig \u00fcber die Anzahl der Tiere in  ihrem Lebensraum wisse und die Tiere gez\u00fcchtet werden k\u00f6nnen, machen  sich die Tierhandel- und Aquaristik-Verb\u00e4nde gegen eine Listung stark.<\/p>\n<p>Eine Listung auf App. II h\u00e4tte dazu beitragen, dass diese Daten  erhoben w\u00fcrden, um sicherzustellen, dass ihre (intensive) Nutzung keinen  negativen Einfluss auf das Weiterbestehen der Art hat (non-detriment  finding).<\/p>\n<p>Die Schweiz hat gegen diesen Antrag gestimmt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Am  Nachmittag wurden \u00fcber 20 Pflanzen-Antr\u00e4ge besprochen, welche durch den  internationalen Handel betroffen sind. Ein grosser Erfolg f\u00fcr die Tropenw\u00e4lder!<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Hier ein paar Beispiele:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong> <\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ffff99;\">Antrag zu Ebenholz<\/span> <\/strong>(<em>Diospyros spp<\/em>.) und <strong><span style=\"color: #ffff99;\">Palisander<\/span> <\/strong>(Dalbergia spp.); nur Arten von Madagaskar, nur verarbeitetes Stammholz, ges\u00e4gtes Holz und Furniere.<\/p>\n<p>Madagaskar will beide Arten auf Anhang II stellen, weil sie aufgrund  von \u201elook-alike\u201c-Probleme (Aussehen \u00e4hnlich) mit anderen \u00e4hnlichen Arten  verwechselt werden k\u00f6nnen. Zudem hat Madagaskar einen Massnahmenplan  erarbeitet zur Umsetzung der Handelskontrolle.<\/p>\n<p>Viele Arten dieser Gattungen sind endemisch, kommen also nur in  Madagaskar vor. Die Nachfrage nach diesem Holz ist so stark gestiegen,  dass es \u00e4usserst wichtig ist, den internationalen Handel zu  kontrollieren. Eine Anhang-II-Listung w\u00fcrde die strikten nationalen  Gesetze unterst\u00fctzen. Der Delegierte von Madagaskar unterstreicht, dass  es nicht um einen Handelsstopp geht, sondern um eine Kontrolle, welche  auch f\u00fcr die lokale Bev\u00f6lkerung von Vorteil sein wird.<\/p>\n<p>In den letzten 10 Jahren haben, auch durch die politische  Unstabilit\u00e4t im Land, der internationale illegale Handel und die  organisiert Kriminalit\u00e4t zugenommen, auch in Nationalparks. Eine Listung  auf Anhang II schickt auch die richtige \u201eNachricht\u201c an die  Verbrauchernationen!<strong><br \/>\n<\/strong>Die Antr\u00e4ge werden mit Konsens angenommen.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag zu <\/strong><\/span><strong><span style=\"color: #ffff99;\">Thailand-Rosenholz<\/span> (<\/strong><em>Dalbergia cochinchinensis<\/em>)<br \/>\nAntragsteller sind Thailand und Vietnam.<strong> <\/strong>Diese Arten kommen in  Thailand, Vietnam, Laos und Kambodscha vor. In Vietnam hat die  Population in den letzen 5-10 Jahren um bis zu 60 % abgenommen. In  Thailand hat es noch rund 100&#8217;000 B\u00e4ume. Nebst Abholzung f\u00fcr  landwirtschaftliche Kulturen wird dieses Edelholz auch vermehrt illegal  gehandelt. Es ist eines der teuersten und begehrtesten Edelh\u00f6lzer der  Welt. Andere Edelh\u00f6lzer wurden durch CITES gesch\u00fctzt, so dass sich der  Druck auf weitere, nicht gesch\u00fctzte Edelh\u00f6lzer verschiebt. Aus diesem  Grund muss eine Anhang-II-Listugn eingef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die offizielle Schweiz begl\u00fcckw\u00fcnscht Thailand and Vietnam zum gut  vorbereiteten Antrag. Er zeige klar auf, dass die Art trotz  Schutzmassnahmen abnimmt. Eine Listung in Anhang II wird helfen, den  internationalen Handel besser zu regeln.<strong><br \/>\n<\/strong>Der Antrag wird mit Konsens angenommen<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag zum<\/strong> <strong>Schwarzen Rosenholz <\/strong><\/span>(<em>Dalbergia retusa<\/em>), <span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Granadillo<\/strong><\/span> (<em>Dalbergia granadillo<\/em>)<br \/>\nDer Antrag von Belize beide Arten auf Anhang II zu listen. Der Antrag  beinhaltet einen Massnahmenplan und Bestimmungsunterlagen, um diese  Arten von anderen Arten Mittelamerikas unterscheiden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Schwarze Rosenholz wird auf der Roten Liste als verletzlich  aufgef\u00fchrt und es gibt einen bis zu 50 % Lebensraumverlust in den  letzten 10 Jahren; Hauptimporteur ist China. Eine nachhaltige Nutzung  durch Plantagen ist erst im Aufbau.<\/p>\n<p>Es besteht eine starke Nachfrage nach Schwarzem Rosenholz. Obwohl es  gesch\u00fctzt ist, nimmt der illegale Handel zu. Beide Arten sehen sehr  \u00e4hnlich aus und k\u00f6nnen verwechselt werden, so dass es gem\u00e4ss dem  Vorsorgeprinzip Sinn macht, den Handel mit beiden Arten zu  kontrollieren.<strong><br \/>\n<\/strong>Der Antrag wird mit Konsens angenommen<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ffff99;\">Antrag zu Honduras Palisander<\/span> <\/strong>(<em>Dalbergia stevensonii<\/em>)<br \/>\nBelize stellt den Antrag mit der \u00c4nderung vor, dass es sich auf verarbeitetes Stammholz, ges\u00e4gtes Holz und Furniere beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Wegen der grossen Nachfrage aus Asien nimmt der Handel exponentiell  zu. Gem\u00e4ss der Datenbank von CITES: \u00fcber 400&#8217;000 Kubikmeter aus  Guatemala (2008-2010) und \u00fcber 25&#8217;000 Kubikmeter aus Belize (1999-201).  In nur drei Jahren wurden 140&#8217;000 Tonnen aus Mexiko exportiert.<\/p>\n<p>Es wird vor allem das rosagef\u00e4rbte Kernholz benutzt: f\u00fcr  Musikinstrumente wie Gitarren und Harfen und nun vermehrt f\u00fcr  Furnierholz. Dies f\u00fchrt dazu, dass bis zu 80 % des Holzes Ausschuss ist.  Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die Art sehr langsam durch  Samen propagiert und sie ein sehr langsames Wachstum hat.<\/p>\n<p>Im Moment steht nur die Population von Guatemala auf Anhang III. Es  sollte jedoch baldm\u00f6glichst die gesamte Gattung auf Anhang II gestellt  werden.<strong><br \/>\n<\/strong>Der Antrag wird mit Konsens angenommen<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Antrag zum Ostafrikanischen Stinkholz<\/strong><\/span> (<em>Osyris lanceolata<\/em>)Kenia  und Tansania m\u00f6chte diese Art auf Anhang II f\u00fchren mit der Anmerkung,  dass sich die Listung nur auf Kenia, Tansania, Uganda, Ruanda, Burundi  and \u00c4thiopien bezieht und f\u00fcr alle Teile und Extrakte sowie fertigen  Produkte gilt. Es wird vor allem das Kernholz alter B\u00e4ume benutzt und  der Rest oft weg geworfen. Eine Nachzucht ist \u00e4usserst schwierig.<\/p>\n<p>Es gibt eine starke Nachfrage nach \u00e4therischen \u00d6len dieser Art, die  auch als \u201eFalsches\u201c Sandelholz bekannt ist. Die \u201eEchten\u201c Sandelh\u00f6lzer  von S\u00fcdostasiens und Australiens k\u00f6nnen nun nachhaltig in Plantagen  gez\u00fcchtet werden, so dass auf die billigeren \u2013 und ungesch\u00fctzten-\u00a0  \u201eFalschen\u201c Sandelh\u00f6lzer Ostafrikas zur\u00fcckgegriffen wird.<strong><br \/>\n<\/strong>Der Antrag wird mit Konsens angenommen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>13. M\u00e4rz 2013<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Die  erste Plenarrunde ist dazu benutzt worden, einige der Entscheide zu  beglaubigen, die w\u00e4hrend der Kommissions-Gespr\u00e4chen gefasst worden waren. <\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Einzig Thailand hat die Diskussionen wieder er\u00f6ffnet, um den Schutz der wenigen in der Wildnis verbliebenen <span style=\"color: #ffff99;\">Siam-Krokodilen<\/span> zu schw\u00e4chen. In den angeregten Diskussionen wurde die unglaubliche  Arroganz oder Ignoranz Thailands offenkundig. So meinte der Delegierte,  dass 200 Siam-Krokodile in der Wildnis mehr als genug seien, um ihr  Weiterbestehen zu sichern. Vielleicht sollte ihm jemand ein Biologiebuch  schenken! In diesen Zuchtstationen gibt es vor allem Hybride (Kreuzung  verschiedener Arten), was auch eine Auswilderung sehr fragw\u00fcrdig macht.<\/p>\n<p>Es  kam erneut zur Abstimmung: Die Stimmen f\u00fcr den Schutz waren noch  zahlreicher als w\u00e4hrend der Kommissionsabstimmung. \u2013 Nichtsdestotrotz  fristen die Krokodile in den Zuchtstationen, auch in CITES-registrierten  \u2013 ein sehr trauriges Dasein. \u00dcber 600&#8217;000 Siam-Krokodile warten in  diesen Zuchtstationen geschlachtet und zu Taschen, Schuhen und sonstigen  Luxusprodukten (<span style=\"color: #ffff99;\">siehe<\/span> <a href=\"http:\/\/www.galuchat.ch\/fr\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Krokodil_Aussteller_CITES.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>) verarbeitet zu werden. Sind sich die Konsumentinnen und  Konsumenten solcher Produkte nicht bewusst, wie viel Leid ihre Verhalten  bedeutet oder sind sie einfach gleichg\u00fcltig?<\/p>\n<p>Morgen sollte die  Handelskontrolle der f\u00fcnf Haiarten best\u00e4tigt werden. Es ist jedoch sehr  wahrscheinlich, dass es erneut zu Diskussionen kommt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>14. M\u00e4rz 2013<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Ein erster Schritt in Richtung Haischutz wurde getan und den Hauptimporteuren wurde eine Lektion erteilt!<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Wir bleiben realistisch, denn der Schutz von Weissspitzen-Hochseehai,  Heringshai sowie Bogenstirn-, Grosser und Glatter Hammerhai tritt erst  in 18 Monaten in Kraft und die chinesischen Grossh\u00e4ndler von  Haifisch-Flossen aus Hong Kong, scheinen sich gem\u00e4ss chinesischer Presse  nicht um diesen Entscheid zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Zum Weissspitzen-Hochseehai<\/strong><\/span> (<em>Charcharinus longimanus<\/em>)<br \/>\nIn der Plenarrunde wollte Japan, unterst\u00fctzt durch Gambia, die  Diskussion \u00fcber die Handelskontrollen des Weissspitzen-Hochseehais  wieder er\u00f6ffnen. Die lateinamerikanischen und afrikanischen L\u00e4nder haben  sich erfolgreich gewehrt und somit wurde die Eindrittelmehrheit f\u00fcr die  Wiederer\u00f6ffnung der Diskussionen nicht erreicht. Der  Weissspitzen-Hochseehai wird in 18 Monaten kontrolliert gehandelt  werden.<\/p>\n<p>Zu den <span style=\"color: #ffff99;\"><strong>drei Hammerhaien<\/strong>:<\/span><strong><span style=\"color: #ffff99;\"> Bogenstirn-Hammerhai<\/span> <\/strong><em>(Sphyrna lewini),<\/em><strong> <span style=\"color: #ffff99;\">Grosser Hammerhai<\/span> <\/strong><em>(Sphyrna mokarran),<\/em><strong> <span style=\"color: #ffff99;\">Glatter Hammerhai<\/span> <\/strong><em>(Sphyrna zygaena) <\/em>wollte  Grenada die Diskussion wieder er\u00f6ffnen. China, der Hauptimporteur von  Haifisch-Flossen, unterst\u00fctzte diesen Antrag. Auch sie blitzten ab und  die drei Hammerhaie werden in 18 kontrolliert gehandelt werden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Zu den Elefanten<\/strong><\/span><br \/>\nF\u00fcr die Elefanten sieht die Zeit gar nicht rosig aus. Die Wilderei ist  aus allen Fugen geraten und sogar w\u00e4hrend der Konferenz wurden hier in  Thailand Elefanten gewildert. CITES hat w\u00e4hrend dieser Konferenz nicht  unternommen, um die Kontrollen zu versch\u00e4rfen. Auch will CITES nicht  einsehen, dass der legale Verkauf von Elfenbein, der 1997 und 2002  entschieden worden war, das falsche Signal an die Wilderer geschickt  hatte: der Handel mit Elfenbein sei erlaubt. Ein Armutszeugnis!<\/p>\n<p>In 2011 wurden 25&#8217;000 Elefanten gewildert und 2012 waren es noch  mehr. Das Elfenbein wird nach Asien verkauft, wo daraus Kuriosit\u00e4ten  geschnitzt werden. China als Hauptimporteur von Elfenbein aus Afrika  sieht sich nicht als Hauptproblem. Aber nicht nur Elefanten lassen ihr  Leben, auch die Wildh\u00fcter, die sich f\u00fcr die Elefanten einsetzen, werden  von den Wilderern erschossen. Rund 5000 Wildh\u00fcter in den letzten 10  Jahren! \u2013 Wollen wir die Elefanten vor dem Aussterben bewahren, m\u00fcssen  alle mitmachen. Der Handel wird nur durch den Konsum aufrecht erhalten!<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Konferenz wird 2016 in S\u00fcdafrika stattfinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3. M\u00e4rz 2013 Er\u00f6ffnung mit sch\u00f6nen Worten \u2013 hoffentlich keine leeren! An der diesj\u00e4hrigen CITES-Konferenz feiert das internationale Abkommen seinen 40. Geburtstag. Achim Steiner, Leiter des UN Umweltprogramms UNEP, zeigte sich besorgt, dass, obwohl CITES bereits 5&#8217;500 Tiere und 28&#8217;000 Pflanzenarten auff\u00fchrt, die Artenschutzprobleme weiterbestehen und noch schlimmer werden. Auch die Premierministerin von Thailand, Yingluck [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.galuchat.ch\/fr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/664"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.galuchat.ch\/fr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.galuchat.ch\/fr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.galuchat.ch\/fr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.galuchat.ch\/fr\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=664"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/www.galuchat.ch\/fr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/664\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":669,"href":"https:\/\/www.galuchat.ch\/fr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/664\/revisions\/669"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.galuchat.ch\/fr\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=664"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}